Die Bayerische Zahnzusatzversicherung im Test: Zahn Smart, Komfort und Prestige
Von Tarik El Bouazzaoui · Stand: 18. Oktober 2026
Die Bayerische bietet drei Zahntarife an: Zahn Smart, Zahn Komfort und Zahn Prestige. Beim Zahnersatz zahlt sie zusammen mit der Krankenkasse 75 %, 80 bis 90 % oder 100 % der Kosten, in den ersten vier Kalenderjahren begrenzt auf 2.000 bis 6.000 Euro.[3][4][5] Der Beitrag hängt vom Alter ab und bei Komfort und Prestige zusätzlich von deinem Wohnort. Die Bayerische teilt Deutschland dafür in zwei Regionen ein, Regio 1 und Regio 2.[1][2][4][5]
Hier erfährst du, was die Tarife leisten, was sie in deiner Region kosten, wo ihre Grenzen liegen und für wen sie sich eignen.
Transparenz: Durch die Vermittlung von Versicherungen erhalte ich als Makler eine Vergütung vom jeweiligen Versicherer. Alle Angaben in diesem Artikel sind mit Quellen belegt.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Tarife: Smart (75 %), Komfort (80 %, mit Vorsorgenachweis 90 %) und Prestige (100 %). Die Prozente gelten zusammen mit der Kassenleistung.[3][4][5]
- Beitrag nach Wohnort: Bei Komfort und Prestige richtet sich der Beitrag nach deiner Postleitzahl. Regio 1 ist deutlich teurer als Regio 2. Für 21- bis 25-Jährige kostet Prestige 28,90 Euro (Regio 1) oder 18,80 Euro (Regio 2) im Monat, Stand 07.2026.[1][2][5]
- Wartezeit: Prestige hat laut Bedingungen keine Wartezeit. Bei Smart und Komfort sehen die Bedingungen sechs Monate vor, die Bayerische kann darauf im Versicherungsschein verzichten. Laut Highlightblatt gibt es in allen Varianten keine Wartezeit.[1][3][4][5]
- Leistungsbegrenzung: vier Jahre lang, je Tarif 500 / 1.000 / 1.500 / 2.000 Euro bis 1.500 / 3.000 / 4.500 / 6.000 Euro. Ab dem 5. Kalenderjahr und bei Unfällen unbegrenzt.[3][4][5]
- Fehlende Zähne: Laut Bedingungen dürfen bei Vertragsbeginn keine Zähne fehlen. Laut Annahmerichtlinien sind bis zu drei fehlende Zähne gegen Risikozuschlag möglich. Das musst du vor dem Antrag klären.[3][4][5][7]
- Kieferorthopädie: nur in Komfort und Prestige, ohne Altersgrenze in den Bedingungen, höchstens 1.500 oder 2.000 Euro über die gesamte Laufzeit.[4][5]
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Die drei Tarife im Vergleich
| Leistung | Zahn Smart | Zahn Komfort | Zahn Prestige |
|---|---|---|---|
| Zahnersatz in der Regelversorgung | 75 % | 100 % | 100 % |
| Zahnersatz höherwertig (Implantate, Inlays, Kronen) | 75 % | 80 %, mit Vorsorgenachweis 90 % | 100 % |
| Zahnbehandlung (Füllungen, Wurzel, Parodontose, Schienen) | 75 % | 100 % | 100 % |
| Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe | 100 %, bis 80 Euro je Kalenderjahr | 100 %, bis 100 Euro je Behandlung und 150 Euro je Kalenderjahr | 100 %, bis 100 Euro je Behandlung und 200 Euro je Kalenderjahr |
| Bleaching | nein | nein | ja, innerhalb der 200 Euro Prophylaxe |
| Elektrische Zahnbürste | nein | nein | einmalig bis 60 Euro im ersten Versicherungsjahr |
| Narkose, Lachgas, Akupunktur, Hypnose | nein | 100 %, bis 200 Euro je Kalenderjahr | 100 % |
| Kieferorthopädie | nein | ja, Grenzen siehe unten | ja, Grenzen siehe unten |
| Wartezeit laut Bedingungen | 6 Monate, Verzicht möglich | 6 Monate, Verzicht möglich | keine |
| Beitrag abhängig vom Wohnort | laut Bedingungen nein | ja, Regio 1 und 2 | ja, Regio 1 und 2 |
Quellen: Die Bayerische, Besondere Bedingungen Zahn Smart, Komfort und Prestige 2023, jeweils Stand 01/2026, Abschnitt B und C.[3][4][5] Die Prozentsätze gelten einschließlich der Kassenleistung.
Was das für dich bedeutet: Smart ist ein günstiger Einstieg, zahlt aber auch bei Füllungen und Wurzelbehandlungen nur 75 %. Komfort und Prestige zahlen Zahnbehandlungen zu 100 %. Den echten Unterschied zwischen beiden macht der hochwertige Zahnersatz: Prestige zahlt ihn voll, Komfort 80 % oder 90 %. Die 90 % bekommst du bei Komfort nur, wenn du nachweist, dass du in den letzten fünf Jahren vor der Behandlung regelmäßig zur Vorsorge warst, zum Beispiel zur professionellen Zahnreinigung.[4]
So rechnet die Bayerische
Die Bayerische rechnet „einschließlich Kassenleistung“: Kasse und Bayerische zahlen zusammen höchstens den Tarifsatz von der erstattungsfähigen Rechnung, die Bayerische übernimmt also den Tarifsatz minus Kassenleistung.[3][4][5] Bei 100 % (Prestige) ergibt sich dasselbe wie bei „abzüglich Kassenleistung“. Bei 75 % oder 80 % bleibt dir ein fester Anteil der Rechnung.
Rechenbeispiel: Implantat mit Krone
Annahmen für dieses Beispiel: Die erstattungsfähige Rechnung für eine höherwertige Versorgung beträgt 3.000 Euro, die Kasse zahlt einen Festzuschuss von 500 Euro. Die Wartezeit ist vorbei und die Begrenzung der ersten vier Kalenderjahre greift nicht mehr.
| Rechenschritt | Smart (75 %) | Komfort (80 %) | Komfort mit Vorsorgenachweis (90 %) | Prestige (100 %) |
|---|---|---|---|---|
| Rechnung | 3.000 Euro | 3.000 Euro | 3.000 Euro | 3.000 Euro |
| Tarifsatz einschließlich Kasse | 2.250 Euro | 2.400 Euro | 2.700 Euro | 3.000 Euro |
| abzüglich Kassenleistung | 500 Euro | 500 Euro | 500 Euro | 500 Euro |
| Erstattung der Bayerischen | 1.750 Euro | 1.900 Euro | 2.200 Euro | 2.500 Euro |
| Dein Eigenanteil | 750 Euro | 600 Euro | 300 Euro | 0 Euro |
Eigene Beispielrechnung nach den Besonderen Bedingungen, Abschnitt B Ziffer 1.3 und 1.6 bzw. 1.8. Die Beträge sind Annahmen, keine Kostenschätzung.[3][4][5]
So sieht es im ersten Kalenderjahr aus: Dann zahlt die Bayerische höchstens 500 Euro (Smart), 1.250 Euro (Komfort) oder 1.500 Euro (Prestige). Dein Eigenanteil läge bei 2.000 Euro, 1.250 Euro oder 1.000 Euro.[3][4][5] Bei Smart und Komfort kommt hinzu: Hat die Bayerische nicht auf die Wartezeit verzichtet, zahlt sie in den ersten sechs Monaten gar nicht für Zahnersatz.[3][4]
Die Bayerische rechnet im Highlightblatt selbst ähnlich: Bei einer Krone für 1.040 Euro bleiben dir laut Anbieter 260 Euro mit Smart, 208 Euro mit Komfort und 0 Euro mit Prestige.[1]
Die Leistungsbegrenzung in den ersten vier Jahren
Die Grenzen gelten für Zahnbehandlung, Zahnersatz und, bei Komfort und Prestige, auch für Schmerzausschaltung und Kieferorthopädie. Die Beträge sind zusammengerechnet:[3][4][5]
| Zeitraum | Zahn Smart | Zahn Komfort | Zahn Prestige |
|---|---|---|---|
| 1. Kalenderjahr | 500 Euro | 1.250 Euro | 1.500 Euro |
| 1. und 2. Kalenderjahr | 1.000 Euro | 2.500 Euro | 3.000 Euro |
| 1. bis 3. Kalenderjahr | 1.500 Euro | 3.750 Euro | 4.500 Euro |
| 1. bis 4. Kalenderjahr | 2.000 Euro | 5.000 Euro | 6.000 Euro |
| ab dem 5. Kalenderjahr | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt |
Quellen: Besondere Bedingungen Zahn Smart (B 1.5 b), Komfort und Prestige (B 1.7 b), Stand 01/2026.[3][4][5]
Gut zu wissen:
- Das erste Jahr ist ein Rumpfjahr. Es endet immer am 31. Dezember, egal wann du abschließt. Ein Abschluss im Oktober bringt dir also nur wenige Wochen mit der ersten Grenze.[3][4][5]
- Unfälle: Nach einem Unfall entfallen die Grenzen sofort.[3][4][5]
- Prophylaxe zählt nicht mit. Die Zahnreinigung (Ziffer 1.2) steht nicht in der Liste der begrenzten Leistungen.[3][4][5]
- Wechsel von einem anderen Versicherer: Hattest du direkt vorher eine Zahnzusatzversicherung, entfallen die Grenzen ganz oder teilweise. Nach mindestens vier Jahren Vorversicherung gelten sie gar nicht. Die Vorversicherung muss beim Zahnersatz mindestens 50 % (Smart), 75 % (Komfort) oder 90 % (Prestige) erstattet haben.[3][4][5]
Die Beiträge nach Alter und Wohnort
Bei Komfort und Prestige hängt der Beitrag vom Wohnort des Versicherungsnehmers ab. Die Bayerische ordnet jede deutsche Postleitzahl laut Bedingungen einer von zwei Regioklassen zu. Maßgeblich ist die Adresse beim Abschluss.[4][5] Welche Postleitzahl in welche Region fällt, steht in einer eigenen Anlage, dem „Postleitzahlenverzeichnis“. Das Verzeichnis liegt mir nicht vor. In den Dateinamen ihrer Highlightblätter nennt die Bayerische Regio 1 „Stadt“ und Regio 2 „Land“.[1][2] Ob dein Ort dazugehört, zeigt dir der Rechner mit deiner Postleitzahl.
Regio 1
| Alter | Zahn Smart | Zahn Komfort | Zahn Prestige |
|---|---|---|---|
| 0 bis 15 Jahre | 4,80 Euro | 21,60 Euro | 22,90 Euro |
| 16 bis 20 Jahre | 6,50 Euro | 18,50 Euro | 20,30 Euro |
| 21 bis 25 Jahre | 10,90 Euro | 20,60 Euro | 28,90 Euro |
| 26 bis 30 Jahre | 10,90 Euro | 23,20 Euro | 33,90 Euro |
| 31 bis 35 Jahre | 12,70 Euro | 26,80 Euro | 44,10 Euro |
| 36 bis 40 Jahre | 14,60 Euro | 31,10 Euro | 44,10 Euro |
| 41 bis 45 Jahre | 17,10 Euro | 36,70 Euro | 58,30 Euro |
| 46 bis 50 Jahre | 19,50 Euro | 42,30 Euro | 68,00 Euro |
| 51 bis 55 Jahre | 22,60 Euro | 49,10 Euro | 80,10 Euro |
| 56 bis 60 Jahre | 25,10 Euro | 55,00 Euro | 91,30 Euro |
| 61 bis 65 Jahre | 28,30 Euro | 62,30 Euro | 104,70 Euro |
| 66 bis 70 Jahre | 30,20 Euro | 66,70 Euro | 112,70 Euro |
| 71 bis 75 Jahre | 30,70 Euro | 68,00 Euro | 114,90 Euro |
| 76 bis 80 Jahre | 31,70 Euro | 70,00 Euro | 118,60 Euro |
| 81 bis 85 Jahre | 29,50 Euro | 65,40 Euro | 111,00 Euro |
| 86 bis 100 Jahre | 23,30 Euro | 51,40 Euro | 87,30 Euro |
Monatsbeiträge laut Highlightblatt Regio 1, B 333551 (07.2026). Die Bayerische nennt die Gruppen 86 bis 90, 91 bis 95 und 96 bis 100 einzeln, mit gleichem Beitrag.[1]
Regio 2
| Alter | Zahn Smart | Zahn Komfort | Zahn Prestige |
|---|---|---|---|
| 0 bis 15 Jahre | 4,80 Euro | 16,50 Euro | 17,50 Euro |
| 16 bis 20 Jahre | 6,50 Euro | 14,10 Euro | 15,50 Euro |
| 21 bis 25 Jahre | 9,90 Euro | 14,00 Euro | 18,80 Euro |
| 26 bis 30 Jahre | 9,90 Euro | 15,80 Euro | 22,20 Euro |
| 31 bis 35 Jahre | 11,60 Euro | 18,30 Euro | 28,90 Euro |
| 36 bis 40 Jahre | 13,30 Euro | 21,30 Euro | 28,90 Euro |
| 41 bis 45 Jahre | 15,60 Euro | 25,10 Euro | 38,10 Euro |
| 46 bis 50 Jahre | 17,80 Euro | 28,90 Euro | 44,40 Euro |
| 51 bis 55 Jahre | 20,60 Euro | 33,60 Euro | 52,40 Euro |
| 56 bis 60 Jahre | 22,90 Euro | 37,60 Euro | 59,60 Euro |
| 61 bis 65 Jahre | 25,80 Euro | 42,70 Euro | 68,50 Euro |
| 66 bis 70 Jahre | 27,50 Euro | 45,60 Euro | 73,70 Euro |
| 71 bis 75 Jahre | 28,00 Euro | 46,50 Euro | 75,10 Euro |
| 76 bis 80 Jahre | 28,90 Euro | 47,90 Euro | 77,60 Euro |
| 81 bis 85 Jahre | 26,90 Euro | 44,80 Euro | 72,60 Euro |
| 86 bis 100 Jahre | 21,20 Euro | 35,20 Euro | 57,10 Euro |
Monatsbeiträge laut Highlightblatt Regio 2, B 333552 (07.2026). Die Bayerische nennt die Gruppen 86 bis 90, 91 bis 95 und 96 bis 100 einzeln, mit gleichem Beitrag.[2]
Was das für dich bedeutet: Der Wohnort macht bei Prestige viel aus. Mit 33 Jahren zahlst du laut Bayerischer 529,20 Euro im Jahr in Regio 1 und 346,80 Euro in Regio 2.[1][2] Das sind rund 180 Euro Unterschied für die gleiche Leistung. Bei Smart ist der Abstand klein. Die Bedingungen von Smart nennen nur das Alter als Merkmal, die beiden Highlightblätter zeigen ab 21 Jahren aber trotzdem leicht unterschiedliche Beiträge.[1][2][3] Maßgeblich ist der Beitrag in deinem Angebot und Versicherungsschein.
Gut zu wissen:
- So zählt das Alter: Kalenderjahr minus Geburtsjahr, der Geburtstag spielt keine Rolle.[3][4][5][6]
- Kein Wechsel der Altersgruppe in den ersten zwei Jahren: frühestens im 3. Versicherungsjahr.[3][4][5]
- Keine Alterungsrückstellungen: Der Beitrag steigt mit jeder neuen Altersgruppe. Zusätzlich kann die Bayerische die Beiträge anpassen, wenn die Kosten steigen.[6]
- Bei einem Umzug: Die Bedingungen nennen die Adresse beim Abschluss als maßgeblich. Ob sich der Beitrag nach einem Umzug ändert, regeln sie nicht ausdrücklich. Frag im Zweifel nach.[4][5]
Was die Tarife laut Bedingungen genau leisten
- Zahnbehandlung: Füllungen (auch Komposit), Wurzelbehandlung, Wurzelspitzenresektion, Parodontosebehandlung und Aufbissschienen. Smart 75 %, Komfort und Prestige 100 %, jeweils mit Material und Labor.[3][4][5]
- Zahnersatz: Inlays, Veneers, Kronen, Brücken, Prothesen, Implantate mit Knochenaufbau und Funktionsanalyse. Material und Labor sind eingeschlossen. Die Zahl der Implantate ist nicht begrenzt, soweit medizinisch notwendig.[3][4][5]
- Moderne Verfahren: OP-Mikroskop, CEREC, DVT, Laser bei Wurzel-, Parodontose- und Kariesbehandlung zum Satz der Hauptleistung.[3][4][5]
- Gebührenrahmen (GOZ-Faktor): Erstattet wird bis zum Höchstsatz der GOZ, also bis zum 3,5-fachen Satz. Was darüber liegt, zahlst du selbst.[3][4][5]
- Analog berechnete Leistungen: Laut Bedingungen übernimmt die Bayerische sie, wenn sie medizinisch notwendig sind. Das Highlightblatt sagt dagegen, Analogleistungen würden nicht erstattet. Verbindlich sind die Bedingungen. Lass dir das bei teuren Behandlungen vorher bestätigen.[1][3][4][5]
- Zahnarzt ohne Kassenzulassung oder im Ausland: Die Bayerische zieht pauschal 40 % der Rechnung als fiktive Kassenleistung ab. Im Ausland zahlt sie höchstens, was sie in Deutschland zahlen würde. Die Rechnung muss auf Deutsch sein oder übersetzt werden.[3][4][5]
- Heil- und Kostenplan: Die Bayerische empfiehlt, ihn vor Zahnersatz einzureichen. Ohne Plan wird nicht weniger erstattet.[3][4][5]
Kieferorthopädie in Komfort und Prestige
| Fall | Erstattung | Höchstbetrag |
|---|---|---|
| Kasse zahlt mit (KFO nach § 29 SGB V) | 100 % | 1.500 Euro über die gesamte Vertragslaufzeit |
| Kasse zahlt nicht | 80 % | 2.000 Euro über die gesamte Vertragslaufzeit |
Quellen: Besondere Bedingungen Zahn Komfort und Prestige, B 1.6, Stand 01/2026.[4][5]
Mitversichert sind auch Mehrleistungen wie Keramikbrackets oder festsitzende Retainer. Eine Altersgrenze nennen die Bedingungen nicht. Die Behandlung darf aber erst nach Abschluss beginnen oder angeraten werden.[4][5] Für Kinder mit absehbarem Zahnspangenbedarf ist die Summe eher knapp. Mehr dazu im Ratgeber Zahnzusatzversicherung für Kinder.
Was nicht versichert ist
- Laufende und angeratene Behandlungen: ausgeschlossen, auch wenn ein Risikozuschlag vereinbart wurde.[3][4][5]
- Gesundheitsfragen und Voraussetzungen: Versichern kannst du dich laut Bedingungen nur, wenn dir keine Zähne fehlen, kein Zahnersatz älter als zehn Jahre ist, du keine Teil- oder Vollprothese trägst und in den letzten drei Jahren nicht wegen Parodontose, Parodontitis oder bestimmter Zahnschmelzdefekte in Behandlung warst. Bei Komfort und Prestige gelten Zähne, die gezogen werden sollen, als fehlend.[3][4][5]
- Fehlende Zähne laut Annahmerichtlinien: Laut Bayerischer werden bis zu drei fehlende Zähne mit einem Risikozuschlag von 40 % des Tarifbeitrags je Zahn mitversichert. Bei mehr als drei fehlenden Zähnen ist kein Abschluss möglich. Diese Richtlinien haben den Stand 06/2023, die Bedingungen den Stand 01/2026. Wie es in deinem Fall aussieht, muss vor dem Antrag geklärt werden.[7]
- Höchstalter: Laut Annahmerichtlinien bis 70 Jahre ohne gesonderte Anfrage.[7]
- Nur mit gesetzlicher Kasse: Du musst gesetzlich versichert sein oder freie Heilfürsorge haben. Endet das, endet auch der Zahnschutz.[3][4][5]
- Weitere Ausschlüsse: kosmetische Maßnahmen, reine Wunschleistungen, Behandlungen durch Ehepartner, Eltern oder Kinder (Material und Labor werden erstattet).[3][4][5]
Der Baustein Zahn Sofort
Für bereits angeratene oder begonnene Behandlungen bietet die Bayerische laut Highlightblatt den Zusatzbaustein Zahn Sofort an. Er kostet laut Anbieter pauschal 29,90 Euro im Monat, endet automatisch nach zwei Jahren und leistet höchstens 1.500 Euro, davon höchstens 750 Euro je Kalenderjahr.[1][2] Die Bedingungen zu diesem Baustein lagen mir nicht vor. Prüfe vor dem Abschluss, wie viel er nach Beiträgen von rund 717 Euro in zwei Jahren wirklich bringt. Mehr dazu im Ratgeber Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit.
Kündigung und Laufzeit
- Mindestlaufzeit: Der Vertrag läuft zunächst zwei Jahre.[3][4][5]
- Deine Kündigung: frühestens zum Ende des zweiten Vertragsjahres mit einem Monat Frist. Danach verlängert sich der Vertrag jeweils um ein Jahr. Du kannst dann jeweils mit einem Monat Frist zum Ende des Vertragsjahres kündigen.[3][4][5] Die AVB verlangen eine schriftliche Kündigung.[6]
- Sonderkündigung: Erhöht die Bayerische den Beitrag, kannst du innerhalb eines Monats nach der Mitteilung kündigen. Steigt der Beitrag durch eine neue Altersgruppe, hast du zwei Monate Zeit.[6]
- Kündigung durch die Bayerische: Sie verzichtet auf ihr ordentliches Kündigungsrecht.[6]
- Automatisches Ende: wenn du die gesetzliche Krankenversicherung verlässt oder ins Ausland ziehst und dort nicht mehr gesetzlich versichert bist.[3][4][5]
Testergebnisse laut Bayerischer
In den mir vorliegenden aktuellen Unterlagen (Highlightblätter 07.2026, Bedingungen 01/2026) nennt die Bayerische kein aktuelles Testergebnis.[1][2][3][4][5] Deshalb führe ich hier keine Note auf. Aktuelle Ergebnisse von Stiftung Warentest findest du kostenpflichtig auf test.de.[10]
Stärken und Schwächen
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| Prestige ohne Wartezeit und mit 100 % für Zahnersatz und Zahnbehandlung[5] | Vier Jahre Leistungsbegrenzung, bei Smart nur 500 Euro im ersten Jahr[3] |
| Hohe Startgrenze bei Prestige: 1.500 Euro im ersten Kalenderjahr[5] | Smart zahlt auch Füllungen und Wurzelbehandlung nur zu 75 %[3] |
| In Regio 2 günstige Beiträge, Prestige ab 18,80 Euro für 21- bis 25-Jährige[2] | In Regio 1 deutlich teurer, Prestige mit 33 Jahren 44,10 Euro[1] |
| Kieferorthopädie auch für Erwachsene in Komfort und Prestige[4][5] | KFO höchstens 1.500 oder 2.000 Euro für die gesamte Laufzeit[4][5] |
| Bleaching und Zahnbürsten-Zuschuss in Prestige[5] | Zahnreinigung gedeckelt: 80, 150 oder 200 Euro im Jahr[3][4][5] |
| Vorversicherung wird auf die Begrenzung angerechnet[3][4][5] | Strenge Annahme: Parodontitis in den letzten 3 Jahren, Prothese oder alter Zahnersatz schließen aus[3][4][5] |
Wie schneidet die Bayerische im Vergleich ab?
Zum Vergleich die beiden 100-%-Tarife:
| Punkt | Die Bayerische Zahn Prestige | Allianz MeinZahnschutz 100 |
|---|---|---|
| Zahnersatz außerhalb der Regelversorgung | 100 % einschließlich Kassenleistung[5] | 100 % abzüglich Kassenleistung[8][9] |
| Füllungen, Wurzel- und Parodontosebehandlung | 100 %[5] | 100 %[8] |
| Zahnreinigung | 100 %, bis 200 Euro je Kalenderjahr, außerhalb der Begrenzung[5] | 100 %, ohne eigene Jahresgrenze, zählt zur Zahnstaffel[8] |
| Begrenzung erste Jahre | 1.500 / 3.000 / 4.500 / 6.000 Euro, ab Jahr 5 unbegrenzt[5] | 1.000 / 2.500 / 4.000 Euro, ab Jahr 4 unbegrenzt[8] |
| Wartezeit | keine[5] | keine[8] |
| Kieferorthopädie | 100 % bis 1.500 Euro (mit Kasse) oder 80 % bis 2.000 Euro (ohne Kasse), ohne Altersgrenze[5] | 100 % bis 3.000 Euro, unter 21 Jahren[8] |
| Fehlende Zähne | laut Bedingungen ausgeschlossen, laut Annahmerichtlinien bis 3 mit Zuschlag[5][7] | bis zu drei fehlende Zähne versicherbar (laut Allianz)[8] |
| Beitrag 21 bis 30 Jahre | 18,80 bis 22,20 Euro (Regio 2), 28,90 bis 33,90 Euro (Regio 1)[1][2] | ab 18,77 Euro[8] |
Was das für dich bedeutet: Beim Zahnersatz leisten beide Tarife 100 %. Die Bayerische zahlt in den ersten zwei Jahren etwas mehr, die Allianz ist dafür schon ab dem vierten Jahr unbegrenzt. In Regio 2 liegen die Beiträge für junge Erwachsene nah beieinander, in Regio 1 ist die Allianz für 21- bis 30-Jährige günstiger. Bei der Zahnspange für Kinder bietet die Allianz mehr, bei Kieferorthopädie für Erwachsene nur die Bayerische. Fehlen dir schon Zähne, sind die Regeln der Allianz klarer. Laut Allianz erhielt MeinZahnschutz 100 bei Stiftung Warentest „sehr gut (0,6)“ (Test vom 12.08.2026).[8] Mehr dazu im Ratgeber Allianz Zahnzusatzversicherung im Test.
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Für wen eignet sich welcher Tarif der Bayerischen?
| Deine Situation | Sinnvolle Wahl |
|---|---|
| Du willst möglichst wenig zahlen und vor allem große Rechnungen abfedern | Zahn Smart, mit 75 % Eigenbeteiligung von 25 % |
| Du gehst regelmäßig zur Vorsorge und willst ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Zahn Komfort, dann mit 90 % beim Zahnersatz |
| Du willst Implantate und Kronen ohne Eigenanteil und sofort Schutz | Zahn Prestige |
| Du wohnst in Regio 2 | Prestige ist hier besonders günstig, vergleiche ihn mit Komfort |
| Du brauchst als Erwachsener eine Zahnspange | Komfort oder Prestige, vor der ersten Empfehlung abschließen |
| Dir fehlen bereits Zähne oder du hattest Parodontitis | Annahme vorher klären lassen, andere Tarife prüfen |
| Eine Behandlung ist schon angeraten | Nur über Zahn Sofort und mit spitzem Stift rechnen |
Weitere Anbieter im Überblick: Zahnzusatzversicherung Testsieger 2026 und Was kostet eine Zahnzusatzversicherung und lohnt sie sich?
Häufige Fragen
Warum hängt der Beitrag der Bayerischen vom Wohnort ab?
Bei Zahn Komfort und Zahn Prestige ordnet die Bayerische deine Postleitzahl einer von zwei Regioklassen zu, weil die Zahnarztkosten regional unterschiedlich sind. Regio 1 ist teurer: Prestige kostet für 21- bis 25-Jährige 28,90 Euro in Regio 1 und 18,80 Euro in Regio 2, Stand 07.2026.[1][2][4][5]
Hat die Bayerische Zahnzusatzversicherung eine Wartezeit?
Zahn Prestige hat laut Bedingungen keine Wartezeit. Bei Smart und Komfort sehen die Bedingungen sechs Monate vor, auf die die Bayerische im Versicherungsschein verzichten kann; laut Highlightblatt gibt es in allen Varianten keine Wartezeit. Prüfe deinen Versicherungsschein.[1][3][4][5]
Was kostet die Bayerische Zahnzusatzversicherung?
Für 21- bis 25-Jährige kostet Smart 10,90 oder 9,90 Euro, Komfort 20,60 oder 14,00 Euro und Prestige 28,90 oder 18,80 Euro im Monat, je nach Region 1 oder 2. Das sind die Beiträge laut Highlightblättern, Stand 07.2026.[1][2]
Zahlt die Bayerische, wenn mir schon Zähne fehlen?
Laut Bedingungen dürfen bei Vertragsbeginn keine Zähne fehlen. Laut Annahmerichtlinien (Stand 06/2023) sind bis zu drei fehlende Zähne mit einem Zuschlag von 40 % je Zahn möglich. Lass das vor dem Antrag verbindlich klären.[3][4][5][7]
Wann kann ich die Bayerische Zahnzusatzversicherung kündigen?
Erstmals zum Ende des zweiten Vertragsjahres mit einem Monat Frist, danach jährlich mit der gleichen Frist. Bei einer Beitragserhöhung hast du ein Sonderkündigungsrecht.[3][4][5][6]
Persönliche Beratung
Ich bin Tarik El Bouazzaoui. Wenn du wissen möchtest, ob die Bayerische oder ein anderer Anbieter besser zu deinem Alter, deinem Wohnort und deinen Zähnen passt, schauen wir uns das gemeinsam an. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.
Eine persönliche Einschätzung ist keine Leistungszusage des Versicherers. Bitte beachte auch die Erstinformation.
Quellen und Informationsstand
Abgerufen am 18. Oktober 2026. Anbieterangaben ersetzen nicht die maßgeblichen Vertragsunterlagen.
- Die Bayerische: Highlightblatt Zahnzusatzversicherung Regio 1, B 333551 (07.2026)
- Die Bayerische: Highlightblatt Zahnzusatzversicherung Regio 2, B 333552 (07.2026)
- BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG: Besondere Bedingungen für die Zusatzversicherung Zahn 2023 (BB Zahn Smart 2023), Stand 01/2026, B 333501 (01.26)
- BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG: Besondere Bedingungen für die Zusatzversicherung Zahn 2023 (BB Zahn Komfort 2023), Stand 01/2026, B 333502 (01.26)
- BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG: Besondere Bedingungen für die Zusatzversicherung Zahn 2023 (BB Zahn Prestige 2023), Stand 01/2026, B 333503 (01.26)
- BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG: Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Krankheitskostenversicherung (AVB 2023), Stand 08/2023, B 333500 (08.23)
- Die Bayerische: Annahmerichtlinien Zahn Smart, Komfort, Prestige 2023, Stand 06/2023, B 333546 (01.24)
- Allianz: Zahnzusatzversicherung MeinZahnschutz (Anbieterangabe)
- Allianz: Tarifbedingungen MeinZahnschutz 90 (ZS90)
- Stiftung Warentest: Zahnzusatzversicherungen im Vergleich
